Der Filmemacher Michael Moore: mundtot
Michael Moore
Er ist zweifellos einer der bekanntesten US-Bürger in Deutschland, der Filmregisseur und Publizist Michael Moore1.
Er ist zweifellos einer der bekanntesten US-Bürger in Deutschland, der Filmregisseur und Publizist Michael Moore1.
Die Tageszeitung jungeWelt widmete am 28.03.2026 einen ‚Schwerpunkt’ dem Zusammenspiel des evangelikalen1 religiösen Wahns und der Regierung in den USA. Allein die Titel der drei Artikel der Seite erzählen eine schaurige Geschichte:
An der Studentin Tatjana Andrijeca, der in Lettland eine lebenslange Haftstrafe droht1, spiegelt sich in besonderer Weise die psycho-soziale Katastrophe dieses kleinen Landes. Die einen sind stolz auf diese gebildete, talentierte junge Frau, verehren sie nachgerade, für die anderen ist sie die Staatsfeindin Nr. 1, deren Persönlichkeit zerstört werden soll.
Tatjana hat
niemanden ermordet, sie war an keinem Völkermord beteiligt, sie hat kein Kriegsverbrechen verübt, sie hat niemanden „mit Todesfolge“ beraubt oder erpresst, sie hat auch kein Flugzeug entführt und nacheinander die Geiseln erschossen.
Und trotzdem
wird Tatjana seit April 2025 eine lebenslange Haftstrafe angedroht. Nach unseren Informationen steht die 25-jährige Studentin völlig zu Unrecht vor Gericht und es scheint, Staat und Geheimdienst wollen an ihr ein abschreckendes Exempel statuieren. Das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt offenkundig nicht in ihrer Heimat Lettland, einem Mitgliedsland der EU.
Alle Beiträge zu Tatjana im Dossier
[English versions as well]
Zur Jahreswende 2025/2026 legte der Arzt und Schriftsteller Dr. Till Bastian1 einen Appell vor, in dem er die Entwicklung und Bedeutung des Atomwaffenverbotsvertrags2 von 2017 skizziert. Bastian geht auf die Haltung Deutschlands zu diesem Vertrag ein und lässt sein Entsetzen darüber erkennen, dass auch deutsche Politikerinnen und Politiker offen dafür eintreten, Deutschland möge über Atomwaffen verfügen.
Die US-amerikanische Friedens- und Menschenrechtsbewegung CODEPINK weist immer wieder darauf hin1, dass für die US-amerikanischen Regierungen der letzten Jahre ein Krieg gegen die Volksrepublik China nur noch eine Frage der Zeit sei. Jetzt hat Megan Russell, eine Kennerin der VR, in einem knappen Essay2 gezeigt, warum das so ist.
[Serie / „Gar nicht – geht nicht“ / № 2]
Der Ausgangspunkt
Aus dem Englischen übersetzt1: „Tatjana und A. Z. [ein Mitangeklagter] droht eine lebenslange Freiheitsstrafe“. Dieser lapidare Satz steht auf Seite 3 des Gutachtens2 einer rechtskundigen Person aus Riga (Lettland) zum Fall der Studentin Tatjana Andrjeca.
Liebe Freundinnen und Freunde,
schon im ersten Artikel1 zum Fall der unschuldigen Studentin Tatjana Andrijeca aus Riga, der eine lebenslange Haftstrafe droht, haben wir geschrieben: Es gibt Möglichkeiten, selber was zu tun.
Der Engelsdorfer Verlag in Leipzig1 hat genau einen Tag vor dem 16. Juli 2025 ein bemerkenswertes Büchlein herausgebracht:
Bastian, Till (2025): 1945 – 2025. Über die Geschichte der Atombombe und die durch sie ermöglichte Selbstvernichtung der Menschheit.
Intro
In zwei Sätzen gesagt: Der langjährige, hochrangige UN-Diplomat Hans-C. von Sponeck1 skizzierte Anfang April als Hauptredner einer international besetzten Tagung die Entwicklung wie auch die Probleme der UNO. Sein beachtenswerter und in Adana (Türkei) sehr willkommener Beitrag2 spiegelt seine umfassende Kompetenz auf dem Gebiet dieses Menschheitsprojekts aber auch die glühende Leidenschaft, mit der er sich immer noch und immer wieder für eine funktionierende UNO einsetzt.
Ja und Nein, also das mit dem Haken. Nein, wir können – selbst bei allergrößter Zuwendung zu unseren Leserinnen und Lesern – keine einwöchige Bildungsreise verlosen. Leider. Ja, wir verlosen etwas. Immerhin fünf Bücher.
Wer angewidert ist von der anscheinend unaufhaltsamen Pistoriusierung der deutschen Öffentlichkeit, von den Rufen nach Kriegstüchtigkeit und von der Definition von ‚Feinden‘ im Osten, der und dem sei ein Aufsatz des politischen Magazins ‚Ossietzky’1 empfohlen.
„Der Ausdruck German Eiertanz floss laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2011 als Lehnwort in den englischen Wortschatz ein, um die zögerliche Haltung Deutschlands in der Eurokrise zu umschreiben“, weiß Wikipedia.1 Der Eiertanz d. h. „sich sehr vorsichtig, gewunden zu verhalten, in heiklen Situationen zu taktieren“2 ist mithin ein global zugängliches Markenzeichen deutscher Politik geworden.
Zur Situation
Die USA, ihre Menschen, ihre Zivilgesellschaft sind noch nicht mundtot. Dem Würgegriff von Machtbesessenen und Ultra-Kapitalisten entziehen sich beherzte US-Bürgerinnen- und bürger immer noch und immer wieder. So machen seit wenigen Tagen Lehrerinnen und Lehrer in Los Angeles [LA] den Verwaltern ihrer Rentenkassen Druck.
Anderen Unwissenheit vorzuwerfen, ist so billig wie unappetitlich. Dieser Beitrag macht niemandem Vorwürfe, er lädt zum Hinschauen ein, zum Analysieren und Nachdenken – ungeachtet seines Untertitels.
Gerade mal sechs Tage vor der außerplanmäßigen Bundestagswahl am 23. Februar 2025 veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) einen Aufsatz1 der Soziologie-Professorin Susanne Rippl2.
Mehr als sonst scheint es den Menschen in unserem Land schwerzufallen, einander unbefangen und fröhlich in ein neues Jahr hinein zu begleiten, einander Glück zu wünschen.
Für alle, die gern etwas von fremden Ländern sehen, die den Duft der “otherness“ schnuppern möchten, ist das digitale, globale Bilderbuch der Nachrichten-Agentur Reuters1 ein besonderes Erlebnis. Reuters, eine der weltweit größten Agenturen, legt mit dieser Galerie eine optische Bilanz des Jahres 2024 vor.
Der Anlass
„Geistliches Schauspiel, ja, das können die Katholiken“, könnte eine flapsige Reaktion sein auf eine höchst seltene Veranstaltung im Freiburger Münster. Selten selbst in einem Jahrhundert-Maßstab. Die Rede ist von der Feier zur Seligsprechung des pazifistischen Märtyrers Max Josef Metzger am 17. November 2024, gut 80 Jahre nachdem die nationalsozialistischen Verbrecher ihn durch das Fallbeil ermordeten.
Wo bei uns noch über einen möglichen Handelskrieg zwischen den USA und der Volksrepublik China – oder weniger genau zwischen dem 'Westen' und China – diskutiert wird, scheinen die Uhren in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft anderes anzuzeigen.
Intro
Das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland – im Weltmaßstab betrachtet – bietet Anlass zu erheblicher Sorge. Das Bild eines seit 35 Jahren politisch geeinten, wirtschaftlich und sozial stabilen Landes mit der Chance, damit ggf. Vorbild für andere Länder zu sein, scheint sich rasant zu verändern. Oder anders ausgedrückt ist dieses Ansehen bei der Mehrzahl der Länder dieser Welt dabei, in die Tiefe zu stürzen, so wie früher jährlich die Kohlevorräte für den Winter auf Holzrutschen von der Straße aus in die Keller polterten.
„Erinnerungskultur und Staatsräson nach dem 7. Oktober 2023“ nennt Dr. Muhammad Sameer Murtaza1 seinen Vortrag, den er in diesen Tagen „irgendwo in Deutschland hätte halten wollen“. Nur: dieser wurde einvernehmlich gecancelt, wie er sagt. Dass der muslimische, deutsche Islamwissenschaftler, Philosoph und Buchautor hier nicht deutlicher wird, ist seiner feinsinnigen, fairen Grundhaltung zuzurechnen. Sein Vortrag allerdings lässt es an Deutlichkeit in keiner Hinsicht fehlen.
Wieder einmal beziehen wir uns auf die US-amerkanische Friedens- und Menschenrechts-Organisation CODEPINK. Wir geben ihren Artikel vom 05.09.2024 im Original wie auch in einer Übersetzung wieder, weil er uns bei aller Aktualität durch seine über den Augenblick hinausgehenden Fragestellungen aufgefallen ist.
Roland Blach von der Friedenswerkstatt Mutlangen schreibt uns und bittet um Unterstützung einer Zeitungsanzeigen-Aktion kurz vor den Hiroshima-Nagasaki-Gedenktagen im August. Geplant sind Anzeigen in der taz, dem Freitag, dem Tagesspiegel und der Remszeitung1.
Am 06. Juli kam ein denkwürdiger „Sondernewsletter“ des Netzwerks Friedenskooperative bei mir an. Fröhlich und engagiert wird um Spenden von zusammen ca. EUR 14.000,– geworben für dieses Projekt1:
»Liebe Freunde, ich will ganz offen sein: Es ist unglaublich schwierig, inmitten dieses andauernden Vernichtungskrieges zu atmen. Es ist schwer zu glauben, dass er weitergeht, und noch schwieriger, unter solchen Bedingungen weiterzuarbeiten. Wenn ich jedoch das Engagement des SFP-Teams und seiner Kursleiter:innen sowie den Mut unserer Absolvent:innen sehe, die sich unbeirrt für realen Frieden in diesen beispiellos harten Zeiten einsetzen, fühle ich mich gestärkt. Ihre Beharrlichkeit inspiriert und bestärkt mich darin, weiterzumachen.«
Das Büchlein »Erasmus von Rotterdam: »Alle müssen den Krieg verlästern« gerade in diesen Tagen herausgebracht zu haben, ist ein höchst bemerkenswertes Verdienst von Peter Bürger und seinem Team1. Wir gratulieren herzlich zu dieser Edition.
Die Wiedereinführung der Wehrpflicht, verbunden mit diffusen Vorstellungen von gesellschaftlichen Pflichten junger Bürgerinnenn und Bürger, geistert durch die Medien.
[Serie / „Gar nicht – geht nicht“ / № 1]
Serie / „Gar nicht – geht nicht“ / № 0
Berthold Lange, Gründer und Vorstand der Immanuel Kant-Stiftung, gilt als ausgezeichneter Kenner der Schriften Kants und als glühender Verfechter der Philosophie Kants. Zu Omri Boehms „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“ legt Lange eine Rezension vor, die in Anspruch und Stil durchaus als Essay verstanden werden kann.
Vorgelegt werden zwei Texte, die für verschiede Formen stehen, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen: Ein Jahresausblick von CODEPINK in den USA und eine aktuelle Zwischeninformation des Vereins „Freunde von Neve Shalom – Wahat al-Salam“ in Deutschland. Das Hineinhorchen, das Einordnen, das Bewerten überlassen wir unseren Leserinnen und Lesern.
Ein fulminates Geschenk hat der Arzt und Schriftsteller Dr. Till Bastian dem Redaktionsteam zum Neustart dieser Website gemacht. Er hat dem Team ein Ensemble von drei aktualisierten Schriften bzw. Vorträgen zum Weltbürgertum zur Online-Erstveröffentlichung überlassen.
Der Arzt und Schriftsteller Dr. Till Bastian spricht in einem Appell zum neuen Jahr 2024 aus, was unzählige Menschen im Land in den Tiefen ihres Gemüts zu fühlen wagen, was allerdings nur wenige sagen: Krieg darf kein Mittel der Politik mehr sein.