Kritisches Referat zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

 
1. September 2010, 19 Uhr
Friedrichshafen (Bodensee)
Gemeindesaal Nikolauskirche
Karlstr. 17
 
 
Jürgen Rose wird am Antikriegstag in Friedrichshafen zum Thema „Heldentod am Hindukusch? Die Bundeswehr im Kriegseinsatz in Afghanistan“ sprechen.
 
Die Veranstaltung steht in der Tradition des Antikriegstags, der in Westdeutschland vom Deutschen Gewerkschaftsbund im Jahre 1957 erstmals begangen wurde. Er erinnert an den militärischen Überfall auf Polen am 1. September 1939 und damit an den Beginn des Zweiten Weltkrieges.
 
Zur Veranstaltung laden der DGB, vier Einzelgewerkschaften, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und die katholische Friedensorganisation Pax Christi ein.
 
Mit Jürgen Rose kommt ein Mann nach Friedrichshafen, der neben einer blendenden militärischen Karriere immer auch den steinigen Weg der kritischen Auseinandersetzung mit dem Militärischen und mit seinem eigenen Handeln gegangen ist.
 
Er hat vor Kurzem die Bundeswehr im Range eine Oberstleutnants verlassen und widmet sich ganz seiner Tätigkeit als Publizist und gefragter Experte.
 
Als Experte in der taz zum Aussetzen der Wehrpflicht.
 
Den steinigen Weg mögen zwei Beispiele von vielen illustrieren:
 
Als erster Soldat in der Bundeswehr verweigerte Jürgen Rose 2007 aus Gewissensgründen seine Mitwirkung am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Seine Entscheidung stieß innerhalb der Bundeswehr und auch in der politischen Öffentlichkeit weitgehend auf Unverständnis und schneidende Kritik.
 
Artikel in der Süddeutschen
 
Dass Jürgen Rose von bestimmten Kreisen der Bundeswehr als eine wenig erfreuliche Erscheinung empfunden wurde, belegen nicht nur verschiedene dienstliche Maßregelungen, sondern auch eine unrühmlich berühhmt gewordene E-mail, die ein sog. Kamerad im Jahre 2008 an Jürgen Rose schrieb.
Die E-mail, in der Jürgen Rose faktisch die Ermordung angedroht wird, ist ein widerliches Zeugnis entgleisten militärischen Denkens. Dem Autor der E-mail ist damals dienstlich und strafrechtlich so gut wie nichts passiert.
 
Artikel in der Süddeutschen mit dem Wortlaut der E-mail.
 
 
Und noch ein Hinweis sozusagen in eigener Sache:
Jürgen Rose versteht sich als Weltbürger und ist seit Oktober 2009 Mitglied bei AWC Deutschland e.V. Er war einer der Referenten bei der Tagung der AWC im Herbst 2009.
 
Bericht über die Tagung mit Links zu den Referaten