Friedensbewegung startet Unterschriften-Aktion

 

Die Friedensbewegung hat vor wenigen Tagen eine Unterschriften-Aktion:
 
"Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen"
 
gestartet.
 
In einer Presseerklärung vom 16. Juni kommen u.a. Sprecherinnen und Sprecher verschiedener Friedensorganisationen zu Wort:
 
"Christine Hoffmann von der katholischen Friedensbewegung paxchristi erinnerte in der Pressekonferenz an die Erklärung des Fuldaer Bischofs und pax-christi-Präsidenten Algermissen: "Mut zur Wahrheit: Der Militäreinsatz ist gescheitert".
Sie fordert ein Ende der Kampfhandlungen, weil nur dann ziviler Aufbau und Versöhnung möglich sind.
Für Monty Schädel, Vertreter der "Kooperation für den Frieden" und Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) war der Afghanistan-Krieg von Anfang an falsch. "Krieg machen kann jeder; jetzt braucht es den Willen zum Frieden."
Peter Strutynski, Sprecher des BundesausschussesFriedensratschlag, wies auf die steigenden Kosten des Krieges hin.
Nach einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belastet der Einsatz am Hindukusch, wenn man alle Folgekosten hinzu rechnet, den Bundeshaushalt mit dem Dreifachen dessen,was der Verteidigungsetat offiziell angibt:
Statt 1,059 Mrd EURO müsse mit drei Milliarden pro Jahr gerechnet werden. Eine Beendigung des Krieges wäre also ein echter und zudem "sozialverträglicher" Beitrag zum Schuldenabbau des Bundes - selbst wenn eine Mrd. davon für die Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung eingesetzt würde." (Auszug)
 
Die Unterschriften-Aktion wird über die bundesweiten Organisationen und über viele lokale und regionale Initiativen verbreitet.