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10.07.2020

Bundesweiter Protest an den Rathäusern

Flaggentag am 8. Juli

Bei den vielen Rathäusern, die am 8. Juli in Deutschland "Flagge zeigten" – die Friedensbewegung spricht von über 300 – war auch die alte Verwaltungszentrale  der Breisgau-Metropole Freiburg. Die Rede ist von der Flagge der Mayors for Peace1 - der Bürgermeister/-innen für den Frieden.

 Am alten Rathaus Freiburg                                                Bild: Markus Weber

Mit Resolutionen, Informationsblättern, Unterschriftenlisten, einer Bombenattrappe, Lautsprecherdurchsagen und vielen persönlichen Gesprächen versuchten Mitarbeiter/-innen von neun Freiburger Vereinen und Initiativen2 mit gutem Erfolg die Aufmerksamkeit der Passanten auf ihre hauptsächlichen Forderungen zu lenken:
•    Die sofortige Unterzeichnung des
      Atomwaffenverbotsvertrages von 2017
•    Den Verzicht auf neue atomare Trägerflugzeuge
•    Den Abzug der Atomwaffen aus Büchel

                                                                                        Bild: Markus Weber


Bild: Klaus Schittich

Nachdenkliches Erstaunen erregte dabei vor allem die Presseerklärung3 von Greenpeace vom Vortag, die vor dem Rathaus verlesen wurde. Im Mittelpunkt dieser Erklärung steht eine wissenschaftlich begründete Umfrage, die auf drastische Weise deutlich macht, welche erhebliche Kluft in der Frage der Atomwaffen zwischen der Bundesregierung und der Bevölkerung klafft:
Die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die deutsche Bundesregierung befürworten 92 Prozent aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger.
Ein still gehaltener Skandal im Land, zu dem die Friedensbewegung in Deutschland weiterhin laut werden wird, spätestens wieder zu den Gedenktagen an Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August.

Der Freiburger Oberbügermeister übrigens ward an "seinem" Flaggentag weder vor/nach noch während der Veranstaltung gesehen.

1) Mayors for Peace [Wikipedia, deutsch]
2) Aufruf Freiburger Vereine und Initiativen zum Flaggentag
3) Greenpeace: Presseerklärung vom 07.07.2020

[Die AWC-Webredaktion dankt den Freundinnen und Freunden von Greenpeace in Hamburg dafür, dass sie uns die Presseerklärung als Pdf zur Verfügung stellten.]

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